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Im Bereich "vorderer Augenabschnitt" werden Erkrankungen wie Glaukom, grauer Star, Erkrankungen der Hornhaut und der Regenbogenhaut (z.B. Uveitis) behandelt.

Glaukom ("Grüner Star")

Spezielle Untersuchungsmethoden

  • Vermessung des Sehnervenkopfes mit Optischer Kohärenztomographie
  • Fotodokumentation des Sehnervenkopfes
  • Optische Messung der Hornhautdicke
  • Tages-/Nachtdruckprofile, inklusive Liegenddruckmessung
  • Gesichtsfeldmessung, automatisch und untersuchergeführt (Goldmann-Gesichtsfeld)
  • Schnittbilddarstellung des Kammerwinkels mit der optischen Kohärenztomographie

Operative Behandlung

  • Verschiedene drucksenkende Operationen
    • Trabekulektomie (Sickerkissen)
    • Trabektom-Operation
    • Kanaloplastik
    • Einsetzen von Drainageimplantaten
    • Behandlung des Strahlenkörpers mit Laser oder Kälte
  • Kombination drucksenkender Eingriffe mit Katarakt- („Grauer Star“-) Operation
  • Laserbehandlung des Kammerwinkels

Der sogenannte grüne Star oder Glaukom äußert sich nicht durch frühzeitige Symptome, das macht ihn so gefährlich. Dabei handelt es sich primär um eine degenerative Erkrankung des Sehnervs. Hauptrisikofaktor ist ein erhöhter Augeninnendruck, aber auch eine verminderte Durchblutung des Sehnervs spielt eine Rolle. Da der Augeninnendruck meist nicht so stark erhöht ist, dass er vom Patienten durch Symptome bemerkt wird, wird der grüne Star leider häufig erst in späteren Stadien diagnostiziert. Erst nach mehreren Monaten mit fortschreitender Schädigung des Sehnervs schreitet ein Gesichtsfeldverlust so stark voran, dass er vom Patienten bemerkt wird. Ein einmal verlorenes Gesichtsfeld lässt sich leider nicht zurückgewinnen. Die Therapie besteht in einer Senkung des Augeninnendrucks, um ein weiteres Fortschreiten der Gesichtsfelddefekte zu verhindern. Bei den heute zur Verfügung stehenden sehr guten diagnostischen Methoden besteht das Ziel in der Früherkennung des Glaukoms, sodass erst gar keine Gesichtsfelddefekte auftreten. Dazu gehören das Messen des Augeninnendrucks oder des Gesichtsfelds und immer eine ophthalmologische Beurteilung des Sehnervkopfes (= Papille). Die Früherkennung des Glaukoms ist entscheidend, um spätere irreversible Schäden zu vermeiden, und sollte ab dem 40. Lebensjahr alle vier bis fünf Jahre wiederholt werden, ab dem 60. Lebensjahr alle zwei Jahre, da das Risiko mit dem Lebensalter zunimmt. Für Risikogruppen wie kurzsichtige Patienten oder Patienten mit bekanntem Glaukom in der Familie liegen die Intervalle enger und es sollte schon vor dem 40. Lebensjahr eine Vorsorge erfolgen.

Den höchsten Stellenwert in der Therapie des Glaukoms nehmen augeninnendruck-senkende Augentropfen ein. Ein besonderes Problem sind Konservierungsmittel- oder Wirkstoffallergien. Diese oder unzureichende Wirksamkeit der Tropfen können zur Entscheidung zu einer Glaukom Operation führen. Dabei wird der stärkste drucksenkende Effekt immer noch durch eine relativ alte Operationsmethode, der sog. Filtrierenden Operation erreicht. Bei bereits voroperierten Augen und in schwierigen Situationen können sog. Glaukomdrainage-Implantate zu Einsatz kommen. Diese filtrierenden Operationen weisen jedoch mehr Komplikationen als eine Graue Star-Operation auf. In den letzten Jahren wurden einige weniger invasive nicht filtrierende Operationsmethoden für das Glaukom eingeführt. Dazu gehört die sog. Viscokanaloplastik und das Trabektom-Verfahren, welche beide zum Behandlungsspektrum unserer Klinik gehören. Die erzielbaren Drucksenkungen scheinen weniger ausgeprägt. Bei allen Verfahren besteht als Hauptproblem die Wundheilung des Körpers, die zum Verschluss des geschaffenen Abflusses und damit wieder zum Augeninnendruck-Anstieg führt. Daher kommt der Nachsorge besondere Bedeutung zu und verlangt sowohl dem Patienten als auch dem Operateur viel Geduld ab. Eine weitere Option stellt eine Lasertherapie des Ziliarkörpers (Cyclophotokoagulation) dar, bei dem Teile der für die Kammerwasserproduktion zuständige Strukturen im Auge mit einem Diodenlaser behandelt werden. Dieses Verfahren ist meist anderweitig therapeutisch nicht zugänglichen Glaukomen vorbehalten.

 

 

Kataraktchirurgie („Der graue Star“)

Die Trübung der Linse in unserem Auge ist meist altersbedingt und wird als Grauer Star oder Katarakt bezeichnet. Sie äußert sich durch Nebel- und Schleiersehen, sowie zunehmende Blendungsempfindlichkeit. Das Operationsverfahren des Grauen Stars ist heute bereits sehr ausgereift und minimal invasiv. Über sehr kleine wenige Millimeter große Zugänge kann der Graue Star schonend entfernt werden. Der Eingriff kann meist ambulant erfolgen, jedoch können zusätzliche Augenerkrankungen oder Allgemeinerkrankungen auch eine stationäre Aufnahme erforderlich machen. Dabei werden sehr hochwertige faltbare Acryl-Linsen in das Auge implantiert. Heute stehen neben monofokalen Intraokularlinsen auch multifokale und torische (zur Korrektur der Hornhautverkrümmung) Linsen zur Verfügung. In einer sorgfältigen Voruntersuchung wird für die betroffenen Patienten individuell die optimale Lösung beraten. Das Absetzen von blutverdünnenden Medikamenten ist heute durch Auswahl des entsprechenden Anästhesie-Verfahrens meist nicht mehr erforderlich. Die Operation des Grauen Stars ist ein ophthalmologischer Routineeingriff und Komplikationen sind selten. Dennoch können sie auftreten, weshalb eine sorgfältige Indikationsstellung und Nachsorge erforderlich ist.

Leistungsspektrum:

  • moderne Kataraktchirurgie mit Implantation von Intraokularlinsen in Kleinschnitttechnik
  • Einsetzen von Speziallinsen zum Ausgleich von Hornhautverkrümmung oder Altersweitsichtigkeit
  • Behandlung angeborener Linsentrübungen
  • Einsetzen von Intraokularlinsen vor die eigene Linse zum Ausgleich hoher Kurzsichtigkeit
  • Entfernung von Nachstarmembranen mit Laser oder chirurgisch

Hornhauterkrankungen

Spezielle Untersuchungsmethoden

  • Dreidimensionale optische Vermessung der Hornhaut (Optische Kohärenztomographie; Sirius Scheimpflug-Kamera)
  • Schicht-Tiefenaufnahmen mit dem konfokalen Mikroskop
  • Endothelzellmessung
  • Analyse des Tränenfilms (Tear Lab)

 

Operative Behandlung

  • Perforierende Hornhauttransplantation
  • Endotheliale Hornhauttransplantation
  • Cross-linking bei Keratokonus
  • Entfernung des Flügelfells (Pterygium) mit Bindehautverpflanzung
  • Deckung von Oberflächendefekten mit Amnionmembran
  • Entfernung von Hornhaut-/ Bindehauttumoren

Hornhautchirurgie mit dem Excimer-Laser

  • Zur Behandlung von Hornhautnarben
  • Bei Kurz- und Weitsichtigkeit, sowie Hornhautverkrümmung
  • Zur Behandlung von wiederkehrenden Oberflächendefekten der Hornhaut (rezidivierende Erosio)
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