Ambulante Untersuchungen: Ebene 3 über Fahrstuhl B1

Information zum Coronavirus

(SARS-CoV-2 bzw. Covid-19)

Das Land Niedersachsen hat am 20. Mai 2020 in einer Verordnung erste Lockerungen für die Besucherregelungen an Krankenhäusern beschlossen.
Der Krisenstab der UMG hat dazu Besucherregelungen festgelegt, die ab Freitag, dem 22.Mai 2020, in Kraft treten. Die Regelung der UMG finden Sie in allen Einzelheiten auf der Webseite der UMG unter www.umg.eu/besucher.

Bitte beachten Sie, dass in unserem Notdienst aktuell weiterhin keine Begleitpersonen (bis auf Ausnahmen) gestattet sind.

Für Besucher ist eine Registrierung notwendig.
Dabei erheben wir Namen, Adresse und die Telefonnummer. Die Körpertemperatur der Besucher wird gemessen und ein Mund-Nasen-Schutz ist mitzubringen und zu tragen.

IVOMs finden weiterhin wie geplant statt.


Sehr geehrte Patienten*innen, aufgrund der Corona-Pandemie kommt es überall zu gewissen Einschränkungen, die wir unter Wahrung der hygienischen und sicherheitstechnischen Aspekte für Sie weitgehend begrenzen wollen. Trotzdem kann und wird es an manchen Stellen zu erhöhten Wartezeiten kommen, im Notdienst sowie auch im Regelbetrieb. 

 


Halten Sie bitte Abstand
zu Mitpatienten und Mitarbeitern!


 Wir danken Ihnen für Ihre Mitarbeit und Ihr Verständnis.

Notfälle

Während der regulären Öffnungszeiten Ihres Augenarztes konsultieren Sie bitte immer zuerst Ihren Augenarzt, dieser wird ggf. weitere Schritte in die Wege leiten.

An Samstagen, Sonntagen, Feiertagen, Heiligabend und Silvester erfolgt der ambulante Notdienst der niedergelassenen Augenärzte von 8:30 Uhr bis 13:30 Uhr
in den Räumen der Augenklinik am

Standort Hainbergklinik
Wagnerstraße 3
37085 Göttingen.
0551-39170327

Ansonsten wird der augenärztliche Notdienst durch die Ärzte der Augenklinik am gleichen Standort sichergestellt, während er werktags bis 15:30 Uhr in der Augen-Poliklinik im Hauptgebäude der UMG (Leitstelle Ebene 3 über Fahrstuhl B1) stattfindet.


 Weitere Notrufnummern

116 117
Ärztlicher Notdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen

Nähere Informationen hier


0551-398601 (24h)
Interdisziplinäre Notaufnahme der UMG


Notruf 112

Makuladegeneration (AMD) und andere Makulaerkrankungen

Bis vor wenigen Jahren konnte die feuchte altersbedingte Makuladegeneration noch nicht behandelt werden. Sie führt ohne Therapie meist zum Verlust des Lesevermögens. Der größte Teil der betroffenen Patienten leidet unter der sogenannten trockenen Form, für die leider noch keine effektive Therapie zur Verfügung steht. Die trockene Form führt weniger oft zu einer so starken Beeinträchtigung wie die feuchte. Seit mehreren Jahren stehen Medikamente zur Therapie der feuchten Form zur Verfügung. Sie müssen regelmäßig in den Glaskörper des Auges eingegeben werden. Häufig führt die Therapie zu einer Stabilisierung der Erkrankung, manchmal sogar zu einer Besserung. Um die Sehschärfe auf hohem Niveau zu stabilisieren, ist es wichtig, auch diese Erkrankung möglichst früh zu entdecken. Frühzeichen einer altersbedingten Makuladegeneration können sogenannte Metamorphopsien (Verbiegung gerader Linien) am betroffenen Auge sein, später ein dunkler Fleck im Sehzentrum. Daher empfiehlt es sich beim Auftreten dieser Symptome schnell den Augenarzt aufzusuchen. Neben der feuchten altersbedingten Makuladegeneration sind mittlerweile auch einige Medikamente für die Makulabeteiligung bei diabetischer Netzhauterkrankung, bei venösen Gefäßverschlüssen der Netzhaut und für die sogenannte Uveitis (Entzündung des hinteren Augensegmentes) zugelassen.

Diese Medikamente können die undicht gewordenen Netzhautgefäße abdichten.

Die Augenklinik der UMG ist hier diagnostisch auf dem neuesten Stand ausgerüstet. Neben der digitalen Fluoreszenzangiographie steht auch eine Weitwinkelangiographie zur Untersuchung sehr peripher gelegener Netzhautbereiche zur Verfügung, die vor kurzer Zeit dieser Gefäss-Diagnostik nicht zugänglich waren. Finden sich hier minderdurchblutete Areale, kann durch eine gezielte Laserbehandlung der Verlauf positiv beeinflusst werden. Diese peripheren minderdurchbluteten Areale spielen auch eine große Rolle bei anderen Netzhauterkrankungen wie der diabetischen Retinopathie.

Ferner stehen in der Klinik zwei hochauflösende Optische-Kohärenz-Tomographie-Geräte zur Verfügung, welche eine nicht-invasive Darstellung des Netzhautquerschnitts im Mikrometerbereich, teilweise sogar bei enger Pupille erlauben. Diese Geräte eignen sich neben der Diagnostik der Grenzfläche der Netzhaut zum Glaskörper ganz hervorragend für die Verlaufskontrolle während einer evtl notwendigen Therapie und ersparen den betroffenen Patienten eine wiederholte intravenöse Verabreichung von Fluoreszenzfarbstoffen. Die Klinik arbeitet hier eng mit führenden Herstellern zur Evaluation und Weiterentwicklung dieser Geräte zusammen.

Therapeutisch hat sich bei diesen Makulaödemen und auch der altersbedingten Makuladegeneration heute die Verabreichung von Medikamenten in den Glaskörperraum durchgesetzt. Die Behandlung erfolgt ambulant und in Tropfbetäubung, muss aber in regelmässigen Abständen erfolgen, da die derzeit zur Verfügung stehenden Medikamente nur eine begrenzte Wirkdauer aufweisen.

Für eine Reihe von Makulaerkrankungen, wie die epiretinale Gliose oder das Makulaloch steht aber oft nur die Makulachirurgie mittels Vitrektomie zur Verfügung, die in unserer Klinik zur den Routine-Eingriffen gehört.

Makulaerkrankungen gemein ist die Verschlechterung des Lesevermögens. Sobald dies trotz Therapie nicht mehr mit der üblichen Lesebrille möglich ist, sollte der Versuch einer Anpassung vergrößernder Sehhilfen unternommen werden. Dabei muss unter Berücksichtigung der individuellen Situation und des jeweiligen Vergrößerungsbedarfs des Betroffenen die passende Sehhilfe ausgesucht werden. In unserer Ambulanz werden nach Untersuchung der Patienten bei Bedarf Termine zur Anpassung optischer Hilfsmittel vereinbart. In Betracht kommen verstärkenden Nahzusätze, einfache Lupen komplexere Fernrohrlupensysteme, oder Bildschirmlese- und Vorlesegeräte.

Netzhautablösung

Als besonders akutes Beispiel einer bedrohlichen Augenerkrankung soll die rissbedingte Netzhautablösung Erwähnung finden. Ein erhöhtes Risiko weisen kurzsichtige und am grauen Star operierte Patienten auf. Ursache ist eine im Laufe des Lebens voranschreitende Veränderung des Glaskörpers. Nehmen die kleinen schwarzen Punkte im Auge plötzlich stark zu und verwandeln sich in eine Art „Rußregen“ oder treten plötzlich Lichtblitze auf, so können dies Frühzeichen sein und sollten zum unverzüglichen Besuch eines Augenarztes führen. Neben der sog. konventionellen Netzhautchirurgie, bei denen das Auge nur von außen operiert wird, kommt auch auf diesem Gebiet der Glaskörperoperation (Vitrektomie) eine immer größere Bedeutung zu. In den letzten Jahren haben sich hier immer weniger invasive Methoden entwickelt mit Miniaturisierung der Instrumente bis auf einen Durchmesser von ca. 0,6mm und nahtfreien Zugängen. Der Eingriff findet wie die meisten Augen-Operationen unter dem Mikroskop statt. Dabei werden die verursachenden Netzhautlöcher mittels Laser behandelt und das Auge je nach Ausgangssituation mit speziellen Gasen oder sogar Silikonöl gefüllt. Bei frühzeitig einsetzender Behandlung sind die Therapieerfolge sehr gut.